Spreewald, Landschaft, Eiszeit, Lausitzer Grenzwall, Lieberoser Heide, Krausnicker Berge, Dünen und Kaupen.
Wie ganz Brandenburg wurde die Spreewald-Landschaft im Eiszeitalter geformt. Die südlichen Höhen des Lausitzer Grenzwalles entstanden durch die Eisvorstöße der vorletzten Saaleeiszeit. Der Spreewald und die nördlichen Gebiete entstanden in der Weichseleiszeit. Der Spreewald gehört zum südlichsten Jungmoränenland. Der Unterspreewald wurde noch vollständig vom jüngsten Inlandeis bedeckt, das Eis im Oberspreewald erreichte seine maximale Ausdehnung nach Süden, der Vorstoß war aber von geringer Wirkung, so an der Oberfläche keine sichtbaren Spuren entstanden. Erst auf der Lieberoser Heide und auf den Krausnicker Bergen im Norden finden sich Endmoränen und Sandern als typischen Elemente der Glazialen Serie. Der Oberspreewald liegt vollständig im Baruther Urstromtal, daß die Schmelzwässer des Inlandeises nach Westen abführte. Der Unterspreewald entstand durch nach Norden, vom Baruther Urstromtal abfliesenden Schmelzwasser. Ursache dafür ist die Lücke im Endmoränenzug und die tiefe Lage des Rücklandes. Das Urstromtal und die nördlich sich anschließende Talung wurden von mächtigen Sanden aufgebaut. Nur bei Leipe finden sich inselartig Geschiebemergel aus der Saaleeiszeit. Wegen der Lage in Urstromtälern ist die Landschaft des Spreewaldes extrem flach und eben. Lediglich einige Dünen, die nach dem Versiegen der Schmelzwässer aufgeweht wurden, ragen besonders rund um Lübben und im Unterspreewald aus der Ebene auf. Etwas erhöhte und daher nicht vermoorte Gebiete werden als Kaupen bezeichnet. […]
